Bergwerk / U-Verlagerung - Ofenkaulen - Königswinter

Dieses sehr große und verzweigte Stollensystem entstand ab dem späten Mittelalter durch den Abbau von Trachyttuff. Dieser wurde als Backofenstein für den Bau von Backöfen verwendet. Dieser verfügte über eine hohe Qualität, das Platten von bis zu 2 m² gewonnen werden konnten.

Die Stollen verteilen sich auf insgesamt sieben unterschiedlichen Sohlen, die teils über sehr tiefe Schächte miteinander verbunden sind. Die ganze Anlage ist riesig und sehr weitläufig!

Im zweiten Weltkrieg mussten in einigen umgebauten Teilen der Stollen (eine sogenannte U-Verlagerung von der Rüstungsproduktion) Zwangsarbeiter unter schlimmsten Umständen Einspritzpumpen für Flugzeugmotoren herstellen.

In den letzten Kriegstagen suchten einige hundert Bewohner der umliegenden Orte Zuflucht.

Kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs, haben die Nazis große Teile der unterirdischen Produktion gesprengt. Dies sieht man heute an massiven Beschädigungen an Decke, Böden und Wänden. Teilweise sind die Gänge auch eingestürzt und verschüttet.

Die hier gezeigten Bilder wurden von Besuchern unserer Webseite fotografiert und uns zur Veröffentlichung auf unserer Homepage und in den sozialen Netzwerken überlassen.

Standort des Grube: Königswinter, Siebengebirge, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Die Fotos wurden bei einem Besuch im September 2019 aufgenommen.

Bildhauereien an den Stollenwänden